Transparenzberichte
Uns ist wichtig, die Öffentlichkeit transparent über unsere Struktur, unser Engagement sowie die Mittelherkunft und Mittelverwendung zu informieren. Daher stellen wir die folgenden Informationen zur Verfügung.
Uns ist wichtig, die Öffentlichkeit transparent über unsere Struktur, unser Engagement sowie die Mittelherkunft und Mittelverwendung zu informieren. Daher stellen wir die folgenden Informationen zur Verfügung.
Name und Anschrift
Caritasverband für die Region Eifel e.V.
Gemünder Str. 40
53937 Schleiden
Gründungsjahr
1972
Der Caritasverband für die Region Eifel e.V. ist wegen der Förderung des Wohlfahrtswesens, insbesondere der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 AO) sowie mildtätiger Zwecke von der Körperschaftssteuer befreit (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG).
Den aktuellen Bescheid des Finanzamtes Schleiden (Steuernummer 211/5783/0607) finden Sie hier.
Geschäftsführender Vorstand
Caritasrat
Das Jahr stand unter dem Motto des Deutschen Caritasverbandes: "Da kann ja jeder kommen - Caritas öffnet Türen". Mit dem Symbol der roten Tür sollte deutlich gemacht werden, dass die Dienste der Caritas jedem offenstehen, dazu aber die Unterstützung aus Kirche, Gesellschaft und Politik benötigt wird. Runtergebrochen auf den Regionalverband wurde die Kampagne in verschiedenen Aktionen, angefangen vom Arbeitskreis Spiritualität über Maßnahmen anlässlich der Kommunalwahlen bis hin zum Caritassonntag und dem Ehrenamtstag, sichtbar gemacht.
Gleichzeitig starteten zum 01.01.2025 die "neuen" sechs pastoralen Räume in der Region Eifel. Der Caritasverband hat sich jeweils als Orte von Kirche anerkennen lassen und seine Mitarbeit, beginnend bei der Vollversammlung bis hin in den Leitungsgremien, angeboten. Zukünftig wird dabei Dorothea Gehlen von der Gemeindesozialarbeit (GSA) als "pastorale/diakonische" hauptamtliche Mitarbeiterin in der Leitung des pastoralen Raumes Hellenthal/Schleiden vertreten sein sowie Ute Stolz als Ehrenamtliche in Steinfeld. Als sichtbares Zeichen der neuen Kooperationsformen zog die Fronleichnamsprozession des pastoralen Raumes Hellenthal/Schleiden zu einem Segensaltar am Caritas-Haus.
Das Netzwerk der Caritas wurde in Richtung benachbarter Verbände weiterhin gestärkt. So konnte mit dem Regionalcaritasverband (RCV) Aachen eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet werden, die das Wirken des RCV Eifel in Roetgen auf einer klaren vertraglichen Grundlage absichert. Nach einer ersten gemeinsamen Konferenz der Regional- und Fachverbände sowie des Diözesancaritasverbandes Aachen (DiCV) stellte der Vorstand in Einzelterminen Kontakt zu den SkF Stolberg, Düren, Aachen, SkM und InVia Aachen her. Zudem besuchte er die Klausurtagung der Fachverbände im Kloster Steinfeld. Konkret konnte mit dem SkF Düren je ein Los der Ausschreibung Klassenassistenz (s. Seite 13) gewonnen werden. Mit den Maltesern in Nettersheim wurde deren 50-jähriges Verbandsjubiläum gefeiert.
Im Schleidener Tal wurde die Ökumene in den Wohlfahrtsverbänden zwischen Diakonie (vertreten durch die Stiftung EvA) und Caritas gelebt. In gemeinsamen Projekten sowohl in der Seniorenarbeit wie auch in der Pflege setzten die Verbände dazu sichtbare Zeichen nach außen, die in der Bevölkerung wie auch der Mitarbeiterschaft positiv wahrgenommen werden.
Frau Dorothee Esser hat ihren Rücktritt aus dem Caritasrat erklärt. Am 14.04.2025 haben sich Georg Schmalen als neuer Vorsitzender des Rates sowie der Vorstand bei ihr anlässlich eines persönlichen Besuches für ihren jahrelangen Einsatz bedankt. Die Amtszeit des aktuellen Caritasrates läuft im Herbst 2026 aus. In der Vorbereitung wurden gezielte Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt.
Nach mehr als einem Jahr Vorlauf ist es gelungen, einer Königsfigur, die von Diakon Knoblauch geschaffen ist, im Caritasverband Eifel Heimat zu geben. Diese Figuren symbolisieren die unveräußerliche und von Gott gegebene Würde des Menschen und sollen diese sowohl innerverbandlich immer wieder symbolisch in den Mittelpunkt stellen, aber auch zu den Menschen in die Region bringen.
Spiritualität und Leben aus dem Glauben haben im Verband eine Heimat. Neben den Angeboten des AK Spiritualität soll es auch einen tatsächlichen Raum geben, in dem Gottesdienste unterschiedlicher Art gefeiert und ein Austausch zu Themen der Caritas, der Kirche und ihrer Werte stattfinden kann. Gemeinsam mit der Pfarre in Schleiden wird an einem innovativen Konzept für die Nutzung der Krankenhauskapelle gearbeitet. Dazu haben Pfarrer Thomas Schlütter und die Caritas Eifel ausdrücklich eingeladen.
Immer wieder wird die Frage erörtert, wie sich der Verband auf kleinere und größere Krisensituationen vorbereiten kann. Dazu wurden ausführliche Gespräche mit dem DiCV und zuletzt auch mit den Maltesern geführt, die in einem gemeinsamen Projekt enden sollen.
Im Berichtsjahr hat sich der Verband und insbesondere die Führungsebene (bestehend aus Fachbereichsleitungen, Stabsstellen, Vorstandsassistenz sowie Vorstand) einer Überprüfung seiner Strukturen unterzogen. Im Rahmen der angestoßenen Weiterentwicklung des Verbandes hat sich der Vorstand am 16.05.2025 zu einem Klausurtag ins Kloster Steinfeld zurückgezogen. Dieser wurde genutzt, um die Strukturen des Verbandes kritisch zu hinterfragen und neu aufzustellen. Neben der Diskussion eines gemeinsamen "Führungs-Leitbildes" wurden Stellenbeschreibungen für die Fachbereichsleitungsebene entwickelt. Schließlich entstand ein Modell für die spätere Zusammenlegung der Fachbereiche Eingliederungshilfe und Soziale Arbeit zu einem neuen Fachbereich "Soziales".
Bei einem Klausurtag Anfang November konnten Fragen der Präsenz im Büro, der Zusammensetzung der Leitungskonferenz ab 2026, Stellenbeschreibungen für die Fachdienstleitungen etc. diskutiert und geklärt werden. Im Ergebnis haben auch die Fachbereichsleitungen mit einer eigenen Supervision begonnen.
Am 10.04.2025 fanden Wahlen zur Mitarbeitervertretung (MAV) statt. Es haben sich ausreichend Kandidaten gefunden, so dass alle Plätze besetzt werden konnten und auch Nachrücker zur Verfügung stehen. Neue Vorsitzende ist Gabi Saintpaul, Stellvertreterin Sandra Offermann. Dorothea Gehlen hat ihre Tätigkeit in der MAV nach vielen Jahren aktiver Zugehörigkeit zuletzt als Vorsitzende beendet. Der Vorstand hat den ausgeschiedenen wie auch den neuen Mitgliedern mit einem gemeinsamen Frühstück gedankt.
Am 27.06.2025 lud der Fachbereich Eingliederungshilfe zum Mitarbeiterfest unter dem Motto "Flower Power" in den Dorfsaal nach Dreiborn ein. Als Zeichen der sich ändernden Kultur und des Zusammenwirkens in der Leitungskonferenz hat diese beim Mitarbeiterfest den Jahresrückblick als gemeinsames Lied präsentiert.
Die Clara-Fey-Schule wurde mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet. In diesem Rahmen wurde auch die Caritas Eifel als langjährige Kooperationspartnerin mit einer Plakette bedacht, die im Eingangsbereich der Geschäftsstelle einen sichtbaren Ort gefunden hat. Dadurch wird deutlich, wie wichtig die Motivation junger Menschen ist, sich einem sozialen oder pflegerischen Beruf zuzuwenden.
Der Alltag der Fachbereichsleitungen ist bestimmt durch Personalentscheidungen. Dazu ist ein fundiertes arbeitsrechtliches Wissen notwendig. Aus diesem Grunde hat die Fachanwältin für Arbeitsrecht, Nicola Reidt, eine Fortbildung zu allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundlagen abgehalten.
Die Vertreterversammlung der Caritas im Bistum hat den Vorstand des RCV Düren, Dirk Hucko, als Vertreter in die regionale arbeitsrechtliche Kommission gewählt. Dazu wurde im Vorfeld eine Abstimmung zwischen den regionalen Caritasverbänden wie den Fachverbänden herbeigeführt. Durch Stimmübertragung aus den Fachverbänden konnte die Eifel insgesamt fünf Stimmrechte ausüben.
Bischofsvikar und Vorsitzender des DiCV, Hannokarl Weishaupt, hat gemeinsam mit Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens den Verband besucht, um mit dem Vorstand ins Gespräch zu kommen. Er zeigte sich den Belangen der regionalen Ebene gegenüber offen und interessiert. Während eines Rundgangs verdeutlichte er den Mitarbeitenden, wie sehr er ihren Einsatz schätzt.
Die geburtenstarken Jahrgänge machen sich auch in der Caritas-Familie bemerkbar. So wurden im Juli wie im August die beiden Vorstände in Heinsberg wie der Sprecher in Aachen verabschiedet. Gleichzeitig wurden mit Ulrich Paus und Judith Anlauf in Heinsberg sowie Alexander Letzel in Aachen die neuen Kollegen eingeführt.
Durch einen Kontakt zwischen Vorstand und dem Vorstandsmitglied des Deutschen Caritasverbandes (DCV), Dr. Susanne Pauser, ergab sich im Sommer eine Hospitanz von Frau Dr. Pauser im Hermann-Josef-Haus Urft. Sie zeigte sich beeindruckt von der hohen Fachlichkeit, die dort gelebt wird. Gleichzeitig sprach sie dem RCV und seinem Vorstand ihren Respekt davor aus, dass dieser sich aktiv in (sozial)politische Prozesse vor Ort einbringt.
Der Regionalpastoralrat tagt regelmäßig im Caritas-Haus Schleiden, das gerne als Gastgeber zur Verfügung steht. Darin wird sichtbar, dass die Gremien und Ebenen näher zusammenrücken.
Die Vernetzung in die Politik wird immer wichtiger. Im Februar hat der neue CDA-Landesvorsitzende Daniel Scheen-Pauls (MdL) in Begleitung des Vorstandes beim DiCV einen Einblick in die wichtigsten sozialpolitischen Fragestellungen erhalten. Er ist auch einer Einladung zum parlamentarischen Frühstück im Caritas-Haus Schleiden gefolgt.
Nach der Wahl haben alle MdBs der demokratischen Parteien in der Region ein Gratulationsschreiben erhalten. Die Politikergespräche wurden mit den Bundestagsabgeordneten Detlef Seif und Claudia Moll fortgesetzt. Der angeschriebene Abgeordnete der AfD hat sich auf die Einladung nicht zurückgemeldet. Mit dem DiCV gemeinsam wird derzeit überlegt, wie zukünftig der Umgang mit Parteien gestaltet werden soll, die die verbandlichen Vorstellungen eines Sozialstaates und christliche Werte nicht teilen. Die bisherige Leitlinie der Abgrenzung und Vermeidung einer Auseinandersetzung wird kritisch hinterfragt. Zudem muss es Formate geben, mit Sympathisanten ins Gespräch zu kommen und diesen wirkliche Alternativen zu bieten.
Am 03.10. wurde in die Caritaspflegestation (CPS) in Blankenheim und am 18.10. in das Caritas-Zentrum in Kall eingebrochen. Am 18.10. gab es außerdem einen Einbruchsversuch in der Tagespflege in Dahlem. Bei den Einbrüchen in Blankenheim und Kall ist teilweise ein erheblicher Sachschaden entstanden, und Bargeld wurde entwendet.
Auch im Berichtszeitraum blieb die Nachfrage nach den Leistungen des Betreuten Wohnens hoch. Erfreulicherweise wurden die Entgeltsätze an die steigenden Tarifentwicklungen angepasst.
Es wurde ein Klientenrat gegründet, der von den Klientinnen und Klienten gewählt wurde. Hier können sie ihre Anliegen und Bedarfe einbringen.
Die Soziotherapie als Leistung der Krankenkassen, die von Mitarbeitenden aus dem Team Betreutes Wohnen übernommen wird, wird von Psychiatern und Kliniken intensiv in Anspruch genommen.
Die Caritas Eifel leistete als einer der wenigen Anbeiter für Soziotherapie im Kreis Euskirchen und in der südlichen StädteRegion Aachen weiterhin Pionier- und Aufbauarbeit in diesem Arbeitsfeld. Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag insbesondere im Aufbau von Qualitätsstandards.
Als ambulanter Anbieter war der Caritasverband Eifel auch im Jahr 2025 Teil des Netzverbundes IVP, gemeinsam mit Psychiatern, Kliniken, Psychotherapeuten sowie Soziotherapeuten.
Zum 31.07.2025 beendete der Caritasverband Eifel die langjährige Kooperation mit der evangelischen Stiftung Hephata im Möbellager, da sich diese aus dem Arbeitsfeld der tagesstrukturierenden Maßnahmen zurückgezogen hat.
Um den Menschen mit Behinderung, die im Möbellager tätig sind, weiterhin eine Perspektive zu bieten, wurde mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) vereinbart, die Tagesstätte um fünf Plätze zu erweitern und damit zusätzlich zum Angebot in der Gemünder Straße 40 eine Beschäftigungsmöglichkeit im Möbellager anzubieten. Seit dem 01.08.2025 wurde das Team ARTE in die Tagesstätte integriert. Das Möbellager mit seinen niedrigschwelligen Angeboten besteht weiterhin in gewohnter Weise fort.
Die Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch erkrankte Menschen konnte ihr Angebot im Jahr 2025 durch eine Peer-Beratung erweitern. Peer-Beratung bedeutet, dass das Beratungsangebot durch eine Person ergänzt wird, die selbst von einer psychischen Erkrankung betroffen ist und sich dazu speziell weitergebildet hat. Dadurch können wichtige persönliche Erfahrungen in die Beratung einfließen und Barrieren abgebaut werden.
Der Kooperationsvertrag mit dem Kreis Euskirchen konnte um weitere fünf Jahre verlängert werden. Damit wurde ein qualifiziertes Angebot zur intensiven psychosozialen Beratung von Arbeitssuchenden in enger Kooperation mit dem Jobcenter dauerhaft gesichert.
Durch eine großzügige Spende der Firma Wolters im Rahmen einer Aktion bei der Kaller Herbstschau konnte die Regenbogengruppe, ein Angebot für Kinder psychisch und/oder suchtkranker Eltern, an einer erlebnispädagogischen Maßnahme auf dem Luisenhof teilnehmen. Die Kinder haben im Jahresverlauf etwa alle sechs Wochen auf dem Luisenhof Hergarten landwirtschaftliche Arbeiten im Einklang mit den Jahreszeiten sowie den Umgang mit Tieren kennengelernt.
Im Januar 2025 konnte die kooperativen Verhandlungen über eine Ausweitung der Finanzierung mit dem Kreis Euskirchen als Jugendhilfeträger erfolgreich abgeschlossen werden. Damit konnte der Caritasverband den Fortbestand des Angebotes sichern und weiter ausbauen.
Im mitarbeitendenstärksten Dienst des Verbandes werden seit 2012 Pflegefachkräfte und seit 2024 auch Pflegefachassistentinnen und -assistenten ausgebildet. Obwohl der Caritasverband auf verschiedenen Ausbildungsmessen in der Region vertreten war, gestaltete sich die Besetzung freier Ausbildungsplätze zunehmend schwieriger. Dennoch konnten einige neue Pflegefachkräfte eingestellt werden.
Bereits im Frühjahr 2025 fand ein erster Austausch zwischen dem Caritasverband und der Stiftung EvA über eine zukunftssichere pflegerische Versorgung im Schleidener Tal statt. Beide Partner sind Träger verschiedener Dienste der Altenhilfe. Der Schwerpunkt der Caritas Eifel liegt in der ambulanten Pflege, der Schwerpunkt der Stiftung EvA Gemünd in der stationären Altenhilfe sowie im Betreuten Wohnen. Beide Träger wollen ihre jeweiligen Schwerpunkte weiter stärken. Nach weiteren konstruktiven Verhandlungen wurden die beiden Pflegedienste zum 01.12.2025 zusammengeführt. Sowohl den Kundinnen und Kunden der Stiftung EvA Gemünd als auch den Mitarbeitenden konnten gute Angebote unterbreitet werden, so dass der weiteren Versorgung und der Fortführung der Arbeitsverhältnisse nichts im Wege stand. Die neuen Mitarbeiterinnen wurden herzlich begrüßt und durch Patinnen und Paten des Caritasverbandes unterstützt, was die Einarbeitung erleichterte. Die Kooperation "Gemeinsam pflegen" blieb unter anderem durch ein gemeinsames Logo auf den Dienstfahrzeugen der Caritaspflegestationen Schleiden und Kall sichtbar. Darüber hinaus vereinbarten beide Partner, sich künftig gegenseitig auf ihre jeweiligen Angebote hinzuweisen. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Pflegedienstleitungen und des großen Engagements aller Mitarbeitenden gelang es, den Übergang so störungsfrei wie möglich zu gestalten.
Die Digitalisierung wurde weiter vorangebracht. Nur noch wenige Dokumente wurden in Papierform vorgehalten. Nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit übernahm eine Mitarbeiterin die Aufgabe, die Digitalisierung sowie eine einheitliche digitale Struktur weiterzuentwickeln. Bereits nach kurzer Zeit sind deutliche Fortschritte erkennbar.
Das Projekt "LeiG - Leistungsstarke Gesundheitsregion" wurde vom Caritasverband weiter begleitet und trat in seine finale Phase ein. Ziel des Projektes ist die Prävention im Seniorenbereich. Elisabeth Nosbers stellte die Verbindung zum bestehenden Netzwerk "Caring Communities" in der StädteRegion Aachen her. Für das Jahr 2026 wurde ein Projektstart in der Region Monschau-Roetgen-Simmerath in Aussicht gestellt. Dort ist die Caritaspflegestation Simmerath bereits seit längerer Zeit ein verlässlicher und angesehener Partner im Palliativnetzwerk.
Die Zulassungsvoraussetzungen zur Spezialisierung "Chronische Wundversorgung" wurden erst im Oktober von den Kostenträgern verabschiedet. Einige Mitarbeitende absolvierten eine entsprechende Nachqualifizierung, so dass der Beitritt zum Rahmenvertrag im Frühjahr 2026 vorbereitet werden konnte.
Auch im Herbst 2025 trat das Projekt "Patenschaften Jung und Alt" in eine neue Phase ein. Neben dem Liebfrauenhof beteiligt sich nun auch die Stiftung Evangelisches Altenheim Gemünd (EvA) als Einsatzort. Das Projekt wird seit vielen Jahren vom Caritasverband in Kooperation mit der Clara-Fey-Schule Schleiden durchgeführt. Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse übernehmen dabei für die Dauer eines Schuljahres ein- bis zweimal im Monat eine Patenschaft in einem der beiden Seniorenheime. Dadurch lernen sie Eigenverantwortung, die Einhaltung von Vereinbarungen sowie den Umgang mit älteren Menschen. Gleichzeitig stärken sie ihre soziale Kompetenz, Selbstständigkeit, Hilfsbereitschaft und ihr Verständnis für ältere Menschen.
Alle Tagespflegen schlossen das Jahr 2025 mit einer nahezu vollständigen Auslastung ab. Dieses hervorragende Ergebnis zeigt, dass das Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger unverzichtbar geworden ist.
Im Leitungsteam ergaben sich personelle Veränderungen. Im November erreichte den Caritasverband mit großer Bestürzung die Nachricht, dass Klaudia Nücken, Leitung der Tagespflege Nettersheim, nach kurzer schwerer Krankheit verstorben war. Jutta Jeske, die bisherige stellvertretende Leitung, verfügte bereits über die erforderliche Qualifikation und übernahm die Leitung der Einrichtung.
Michael Tobehn hat die Leitung der Tagespflege Blankenheim abgegeben. Die Stelle wurde mit Carmen Goertz neu besetzt. Sie übernahm die Leitung der Tagespflegen Dahlem und Blankenheim jeweils mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent.
Vor dem Hintergrund der Reduzierung des Stellenumfangs von Elisabeth Nosbers wurde im Fachbereich eine Teamleitung für die fünf Tagespflegen eingerichtet. Im Rahmen der Personalentwicklung übernahm Nico Hütten diese Aufgabe im Herbst mit einem Stellenanteil und wurde schrittweise in seine neue Funktion eingearbeitet. Parallel dazu blieb er Leiter der Tagespflege Roetgen.
Im April konnte Jennifer Reitz als neue Mitarbeiterin für den Ambulanten Hospizdienst gewonnen werden. Sie ist examinierte Pflegefachkraft mit der Zusatzqualifikation Palliative Care und koordiniert seither gemeinsam mit Ute Braun den inzwischen unverzichtbaren Dienst. Im Jahr 2025 begannen sieben Personen einen Befähigungskurs für das Ehrenamt als Hospizbegleitung. Nach Abschluss des Kurses sollen sie künftig in der hospizlichen Begleitung tätig werden.
Der Hausnotruf verzeichnete zeitweise über 1.300 Anschlüsse. Erstmals wurde ein Endgerät für die Mobilnotruftechnik in das Angebot aufgenommen. Bei Auslösung eines Notrufs über dieses Gerät werden der Hausnotrufzentrale die Standortkoordinaten übermittelt, wodurch die notrufauslösende Person schnell aufgefunden werden kann. Bereits knapp 100 dieser Geräte befanden sich zum Jahresende im Einsatz.
Mit durchschnittlich 60 Begleitungen blieb der Caritasverband deutschlandweit einer der führenden Anbieter dieses Angebots. Ewa Röhl, die den Dienst seit 2011 maßgeblich aufgebaut und weiterentwickelt hatte, verabschiedete sich nach 14 Jahren im Oktober in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Als Nachfolgerin konnte Dorota Mikulski gewonnen.
Die Kurberatung gehörte bislang zum Fachbereich Soziale Arbeit und wechselte mit dem Ausscheiden von Monika Klinkhammer in den Fachbereich II. Hintergrund ist der zunehmende Schwerpunkt auf Kuren für pflegende Angehörige. Der Anspruch auf diese Kuren ist seit einigen Jahren gesetzlich verankert. Der Bereich soll daher künftig weiter ausgebaut werden.
Eltern-Kind-Kuren bleiben weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Angebots. Die Stelle wurde mit Barbara Berg nachbesetzt, die zuvor als Pflegefachkraft im Ambulanten Hospizdienst tätig war.
Fachbereichsleitung Anne Teuber befindet sich seit dem Herbst 2025 in Elternzeit.
Die Allgemeine Soziale Beratung ist die zentrale Erstanlaufstelle für Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen - auch über den Caritasverband hinaus. In engem Austausch mit den Kommunen ist die Beraterin für das Clearing, die Erstberatung in allen Lebenskrisen, die Unterstützung bei der Beantragung finanzieller Leistungen sowie die Vermittlung an andere Beratungs- und Hilfsangebote zuständig.
Zudem plant und koordiniert die ASB die jährlichen, mittlerweile fest etablierten Spendenaktionen zu Weihnachten mit der Clara-Fey-Schule Schleiden, der Kölnischen Rundschau, der Firma Papstar und der Gräfin Beissel von der Burg Satzvey. Durch diese Spendenaktionen erhalten über 200 finanziell bedürftige Personen Geschenke und Lebensmittelpakete zur Weihnachtszeit.
Nach dreijähriger Projektphase wurde die "SoSoSchu" (Sozialräumliche Schuldnerberatung für Seniorinnen und Senioren) im August 2025 erfolgreich beendet. Der Caritasverband konnte wertvolle Erkenntnisse für seine weitere Arbeit gewinnen, die in die bestehenden Beratungsangebote mit einfließen.
Zum 01.08.2025 konnte das Angebot der Schwangerschaftsberatung "Rat und Hilfe" aufgrund einer zusätzlichen Förderung erweitert werden. Es wurde eine zusätzliche Beraterin mit einem Stellenanteil von 50% eingestellt. Zusätzlich wurde das Angebot auf das Caritas-Zentrum Kall ausgeweitet. Ein weiteres Beratungsangebot im Alten Kloster Nettersheim wurde im Winter 2025 für das Frühjahr 2026 konkret geplant.
Die Ambulante Kinder- und Jugendhilfe / Familienpflege umfasst die Angebote der SPFH (Sozialpädagogische Familienhilfe), EBS (Erziehungsbeistandschaften), Entlastungsleistungen und Verhinderungspflege für Familien sowie das Haushaltsorganisationstraining (HOT) für Familien. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass der Dienst auch 2025 weiter wachsen konnte. Inhaltlich verzeichnete der Caritasverband eine Zunahme multipler Problemlagen sowie psychischer Erkrankungen und Belastungen in Familien, auf die die Mitarbeitenden mit einem multiprofessionellen Team sehr gut reagieren können.
Ferner wurden die Dienste sozialräumlich so aufgeteilt, dass eine der beiden Fachdienstleitungen Ansprechpartnerin für die Region Kall, Mechernich, Nettersheim, Blankenheim und Dahlem ist, die andere für Monschau, Simmerath, Roetgen, Schleiden, Gemünd und Hellenthal.
Für das durch die StädteRegion Aachen geförderte Angebot der Familienpatenschaften auf dem Gebiet der Kommunen Monschau und Simmerath wurden im aktiv neue Ehrenamtliche gesucht und entsprechende Werbemaßnahmen durchgeführt. Das Projekt verzeichnete zwar eine hohe Nachfrage seitens der Familien, jedoch konnte die Caritas Eifel nicht für jede Familie eine passende Patenschaft vermitteln. Die ebenfalls durch die StädteRegion bezuschussten Angebote ZEIT-Café und BiNE für junge Familien konnten etabliert und ausgebaut werden.
Für den Bereich der Familienhebammen wurde aufgrund des Bedarfs ein zusätzlicher Stellenanteil mit einem Beschäftigungsumfang von 30% geschaffen.
Im April 2025 hat die Caritas Eifel die Beratung in der kommunalen Integrations- und Sozialberatung für Geflüchtete in Roetgen übernommen. Mit einem Stellenumfang von 100% steht dort ein Berater den geflüchteten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Er berät kurz- und mittelfristig zu Fragen des Asylverfahrens, zu Sozial- und Gesundheitsthemen, zur beruflichen Integration sowie bei der Beantragung von Leistungen und der Formularhilfe. Die Gemeinde Roetgen finanziert dieses Angebot zunächst befristet für ein Jahr.
Für die Stadt Schleiden übernahm der Caritasverband ab dem 01.10.2025 die kommunale Integrations- und Sozialberatung für die Bewohner der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Gemünder Straße 32 mit einem Beschäftigungsumfang von 30%. Der Vertrag wurde zunächst bis zum 31.12.2026 befristet. Bis Ende September 2026 wird über eine Fortführung der Aufgabenwahrnehmung entschieden.
Im März 2025 wurden die Asylverfahrensberatung und das Beschwerdemanagement am Standort der Erstaufnahmeeinrichtung Vogelsang eingestellt. Die geringe Zuschussförderung in Kombination mit einer unsicheren zukünftigen Förderung gaben Anlass, diese Angebote insbesondere im Hinblick auf eine verlässliche und verantwortungsvolle Personalplanung zu beenden. Die Mitarbeitenden konnten in anderen Diensten der Migrationshilfe weiterbeschäftigt werden.
Für das Projekt des Kreises Euskirchen zur Erprobung eines Poolkonzeptes "Klassenassistenzen" wurde durch den Verband im Rahmen des durchgeführten Bieterverfahrens jeweils ein Angebot für die ausgeschriebenen Lose an den Grundschulen Kall/Lückerath/Satzvey sowie Mechernich/Kommern abgegeben.
Für das Los an den Grundschulen Mechernich/Kommern erhielt der Caritasverband den Zuschlag. Das Projekt hat zunächst eine Laufzeit vom 27.10.2025 bis zum 31.07.2027 mit der Möglichkeit einer zweifachen Verlängerung um jeweils ein Schuljahr bis maximal zum 31.07.2029.
Das Projekt konnte durch die gute Vorarbeit von Doris Esken, Fachdienstleitung der Schulbegleitung, in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Schulen und des Kreises Euskirchen erfolgreich starten. Die Koordination der Klassenassistenz übernahm zum 01.10.2025 Diana Zöhrer. Zusätzlich bestehen die bisherigen Schulbegleitungen an den nicht teilnehmenden Schulen weiter fort.
Die Wirtschaftsplanung für das Berichtsjahr basierte auf einem guten Jahresergebnis 2024 mit dem Ziel, die durch die deutliche Tarifsteigerung erhöhten Personalkosten auch weiterhin decken zu können. Im Laufe des Berichtsjahres zeigte sich, dass dieses Ziel sogar übertroffen werden würde. Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2025 befindet sich aktuell noch in der Erstellung. Bereits jetzt deutet sich an, dass der Abschluss aufgrund aufgrund erfolgreicher Entgeltverhandlungen, stabiler Krankenquoten und einem engagierten Mitarbeitendeneinsatz äußerst positiv ausfallen wird.
Die Jahresabschlussprüfung 2024 durch die KPMG wurde erstmals vollständig remote durchgeführt. Das bedeutet, dasskein Prüfer vor Ort in der Geschäftsstelle war. Es zeigte sich, dass der Ablauf einer solchen Prüfung zwar aufwendiger ist, aus Kostengründen jedoch auch künftig an dieser Form festgehalten werden soll.
In 2025 wurde eine große Betriebsprüfung des Finanzamtes Aachen durchgeführt. Im Ergebnis mussten rund 5.000 € zurückgezahlt werden. Ausschlaggebend war die zu hoch angesetzte Vorsteuer der im Jahr 2020 errichteten Photovoltaikanlage. Ein vollständiger Vorsteuerabzug ist nicht möglich, wenn sowohl steuerpflichtige als auch steuerfreie Ausgangsumsätze erzielt werden.
Die Umstellung der digitalen Personalakte von der Software DocuWare auf Kidicap wurde seitens des DiCV Aachen im Jahr 2025 mehrfach verschoben. Dafür gab es zunächst organisatorische und aktuell technische Gründe. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung liegen noch keine Zugangsdaten zur neuen Software vor. Der Caritasverband verspricht sich von der Umstellung eine einfachere Handhabung der Personalakten sowie perspektivisch die Einführung digitaler Workflows.
Die Firewalls des Caritasverbandes mussten umfassend aktualisiert werden, um weiterhin einen sicheren Betrieb gewährleisten zu können, da die Versorgung mit Updates für die bisherigen Systeme auslief. Finanziell schlug diese Maßnahme mit etwa 25.000 € zu Buche.
Ende 2025 wurde die Finanzbuchhaltungssoftware durch den DiCV in die Cloud migriert. Der DiCV als bisheriger Hoster der Software konnte die steigenden Anforderungen und Risiken eigenständig nicht mehr stemmen. Für den Caritasverband Eifel bedeutet die Umstellung eine Verdreifachung der Kosten auf nunmehr rund 18.000 - 20.000 €.
Im Fuhrpark wurden acht Fahrzeuge neu zugelassen sowie fünf Fahrzeuge der Stiftung EvA im Zuge der Kooperation übernommen (s. Seite 4). Sechs Fahrzeuge schieden aufgrund ihres Alters oder ihrer Laufleistung aus dem Fuhrpark aus.
Im Bereich der Gemeindesozialarbeit (GSA) gewannen die sozialräumliche Ausrichtung und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements weiter an Bedeutung. Mit Sozialraum ist das Umfeld gemeint, in dem Menschen leben und ihren Alltag verbringen - dazu zählen z.B. ihre Nachbarschaft, ihre Kontakte sowie Orte und Angebote, die sie nutzen. Für die Region Eifel bedeutete dies, vorhandene Strukturen noch gezielter in den Blick zu nehmen und bestehende Netzwerke weiter auszubauen. Die Vernetzung mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren ergänzte die bisherige Arbeit sinnvoll und verdeutlichte, dass sich das Engagement des Caritasverbandes nicht allein auf die Einzelfallhilfe beschränkt.
Im Rahmen eines Aufrufs des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zum Thema "Bürgerschaftliches Engagement in der Seniorenarbeit" wurde unter anderem das Team um Frau Stiel aus der Pfarrcaritas Lammersdorf eingeladen. Der Caritasverband Eifel hatte die Gruppe für diese Würdigung vorgeschlagen. Minister Karl-Josef Laumann lobte das langjährige Engagement der Ehrenamtlichen. Seit 13 Jahren organisieren zwölf engagierte Frauen einen monatlichen Frühstückstreff für Seniorinnen und Senioren in Lammersdorf. Das Angebot wird regelmäßig von bis zu 60 Personen besucht und bietet Raum für Begegnung, Austausch und soziale Teilhabe. Für viele Teilnehmende stellt der Treff einen bereichernden Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens im Ort dar.
Im Zuge der Gestaltung des Caritas-Sonntags knüpfte die GSA im pastoralen Raum Dahlem/Blankenheim, Hellenthal/Schleiden sowie Steinfeld intensive Kontakte zu haupt- und ehrenamtlich tätigen Personen. Eine personelle Langzeiterkrankung in Hellenthal/Schleiden brachte den begonnenen Prozess jedoch vorerst zum Ruhen.
Die in Kooperation mit der Burg Satzvey durchgeführte Weihnachtsaktion konnte auch im Jahr 2025 erfolgreich umgesetzt werden. Im Rahmen der Burgweihnacht sammelten Besucherinnen und Besucher an vier Adventswochenenden mehr als 6.200 € an Spenden. Ergänzt wurde die Aktion durch Einkaufsgutscheine des REWE-Marktes Schleiden sowie Sachspenden der Firma Peter Greven aus Bad Münstereifel. Mit den Spenden wurden haltbare Lebensmittel beschafft und an Einzelpersonen und Familien in schwierigen Lebenssituationen verteilt. Die Unterstützung erreichte unter anderem Menschen ohne festen Wohnsitz, Seniorinnen und Senioren, Geflüchtete sowie Familien mit geringem Einkommen.
An der Umsetzung beteiligten sich verschiedene Bereiche des Caritasverbandes sowie zahlreiche Kooperationspartnerinnen und -partner. Mitarbeitende und Klienten des Möbeldienstes übernahmen Transport und Lagerung der Waren, die Tagesstätte unterstützte beim Packen der Tüten und die Verteilung erfolgte in Zusammenarbeit mit den Pastoralen Räumen sowie der Allgemeinen Sozialen Beratung. Die Aktion zeigte erneut, wie durch gemeinsames Engagement unbürokratische Hilfe für Menschen in finanziell belastenden Situationen ermöglicht werden kann.
Die regelmäßigen Treffen des Arbeitskreises der Ehrenamts-Koordinatorinnen haben sich im Berichtsjahr bewährt. Es fand ein Austausch statt, der zu einheitlichen Vorgehensweisen und Standards beitrug. Dabei wurden Ideen ausgetauscht und Probleme besprochen.
Der Kleiderladen erzielte weiterhin sehr gute Umsätze. So konnten wieder zahlreiche regionale und internationale Projekte mit Spenden unterstützt werden. Die Rückmeldungen der Empfängerinnen und Empfänger waren von großer Dankbarkeit geprägt und zeigten, wie hoch der Bedarf war. Der im Jahr 2024 angeschaffte Container machte sich bezahlt. Durch ihn konnten die Lagermöglichkeiten erweitert werden, und es stand mehr Platz zur Verfügung. Die Abholung der nicht benötigten Kleidung blieb gesichert, wenn es auch vereinzelt zu Verzögerungen kam.
Ehrenamtlich Mitarbeitende wurden nach der Präventionssordnung geschult. Dabei erhielten die Teilnehmenden umfassende Informationen zum Thema sexualisierte Gewalt und zu Grenzverletzungen des Selbstbestimmungsrechts gegenüber Schutzbefohlenen sowie zum eigenen Schutz. Dieses Wissen gab den Ehrenamtlichen Sicherheit - die Rückmeldungen zu den Schulungen fielen sehr positiv aus, da das Gelernte auch im eigenen, privaten Umfeld angewendet werden konnte.
Im Jahr 2025 wurde erstmals die Ehrenordnung für Ehrenamtliche eingeführt. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen für die Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeit und die Ehrung besonderer Verdienste.
Am 08.11.2025 fand der jährliche Ehrenamtstag für die ehrenamtlich Mitarbeitenden in Harperscheid statt. Rund 70 Ehrenamtliche wurden mit einer Fotoaktion begrüßt: Passend zum Jahresmotto "Caritas öffnet Türen" wurden sie vor einer roten Tür fotografiert. Der unterhaltsame Nachmittag begann anschließend mit einem Wortgottesdienst. Die o.g. neue Ehrenordnung kam an diesem Tag erstmals zur Anwendung. Ehrenamtliche, die zum Stichtag ein Dienstjubiläum feierten, wurden mit Ehrenurkunden sowie dem Silbernen oder Goldenen Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes ausgezeichnet. Nach einem gelungenen Nachmittag wurden alle Besucher mit ihren Fotos und einem Adventskalender verabschiedet, der ebenfalls im Design der Jahreskampagne gestaltet worden war.
Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis Euskirchen (AGW EU) hat im Januar die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Mitarbeitenden ihrer Mitgliedsverbände damit beauftragt, gemeinsame PR-Aktionen anlässlich der anstehenden Bundestagswahl und Kommunalwahlen zu organisieren. Die AGW EU setzt sich zusammen aus Caritas Eifel, Caritas Euskirchen, Diakonie Euskirchen (jetzt Bonn und Euskirchen), Arbeiterwohlfahrt Rhein-Erft, Deutsches Rotes Kreuz und Paritätischem Wohlfahrtsverband zusammen. Arndt Krömer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der Caritas Eifel, wurde mit der Federführung betraut. So wurden in konstruktiver Zusammenarbeit zur bereits im Februar anstehenden Bundeswahl Videoclips und Fotos mit Statements der Vorstände/Geschäftsführer in den Sozialen Medien veröffentlicht. Ziel war es, insbesondere die folgende Kernbotschaft zu vermitteln: Demokratie muss gestärkt werden, Wählen ist wichtig.
Ebenso wurde im weiteren Verlauf des Jahres eine Social Media-Kampagne unter dem Motto "Kommunal. Sozial. Deine Wahl." gestartet. Die AGW machte damit insbesondere auf die Bedeutung der Demokratie unter dem Aspekt der anstehenden Kommunalwahlen im Herbst aufmerksam. Zu diesem Zweck wurden von jedem Verband Videoclips mit Klienten und/oder Mitarbeitenden veröffentlicht.
Die Caritas-Homepage musste aufgrund der künftigen Bestimmungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes überprüft und aktualisiert werden. Arndt Krömer nahm zu diesem Zweck an einer Online-Schulung des Deutschen Caritasverbandes (DCV) teil, damit die notwendigen Änderungen möglichst zeitnah vorgenommen werden können. Die Bearbeitung betraf zu einem großen Teil Bildbeschreibungen (ALT-Text), genaue Beschreibungen für Links, Formulare sowie die klare hierarchische Strukturierung von Überschriftenebenen und Fließtexten. Dazu musste jede einzelne Seite auf www.caritas-eifel.de geprüft werden. Teilweise wurden jedoch auch Module zentral vom Deutschen Caritasverband (DCV) überarbeitet, um Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Im März wurde der neue QM-Newsletter eingeführt. In diesem werden seither Neuigkeiten zum Qualitätsmanagement gesondert zusammengefasst. Ziel des Newsletters ist es, relevante Änderungen und neue QM-Dokumente für die Mitarbeitenden übersichtlich und zielgruppengerecht bereitzustellen.
Die gesperrte Facebook-Seite des Caritasverbandes konnte nach einem langen, beschwerlichen Weg wieder neu aufgebaut werden. Die frühere Rollenzuweisung - so dass private Facebook-Nutzer im Auftrag und Namen der Caritas Eifel Beiträge schreiben können - funktionierte jedoch nicht mehr wie ursprünglich; Facebook unterbindet falsche Accounts ohne echte Namen oder solche, die sich nicht aktiv beteiligen. Sie werden mutmaßlich gelöscht/gesperrt und können somit dazu führen, dass die Caritas-Seite wieder gesperrt wird. Eine Lösung, nicht aktive Facebook-Nutzer ohne Echt-Namen zum Team hinzuzufügen, konnte im vergangenen Jahr nicht gefunden werden. Dies wird auch in Zukunft nicht möglich sein.
Mehrere Auszubildende in der Pflege haben bei einem Demokratie-Video-Wettbewerb unter dem Motto "Mensch, Leute! Lebt Freiheit" teilgenommen. Von über 50 Teilnehmenden haben sie den vierten Platz belegt und damit 500 € gewonnen. Dafür investierten sie zusätzliche Zeit, um sich mit dem Thema Demokratie im pflegerischen Alltag auseinanderzusetzen. Sie überlegten, wie man das Thema filmisch umsetzen kann und hatten vor allem den Mut, sich öffentlich zum Thema zu zeigen und zu positionieren. Am 4. September waren Markus Lahrmann, Chefredakteur der Zeitschrift "Caritas in NRW" und Christian Heidrich, Pressesprecher des Diözesan-Caritasverbandes Aachen, zu Besuch im Pflege-Ausbildungszentrum Schleiden. Markus Lahrmann überreichte den Gewinnern, einen symbolischen Scheck über 500 € und hielt dazu eine Laudatio.
Am 7. November fand erstmals der Open Day Eifel statt, eine gemeinsame Aktion der Stadt Schleiden (Gesellschaft für Wirtschaft, Tourismus und Veranstaltungen, kurz GfW) mit der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG). Insgesamt öffneten rund 35 Eifeler Unternehmen ihre Türen, um Begegnungen mit Auszubildenden, dual Studierenden, Quereinsteigern, Wiedereinsteigern oder Arbeitssuchenden zu schaffen. Auch die Caritas Eifel hat teilgenommen, um mit potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern ins Gespräch zu kommen. Dazu haben Fachbereichsleitungen gemeinsam mit der Öffentlichkeitsarbeit in der Zeit von 16:00 - 21:00 Uhr die Tagesstätte Schleiden genutzt. Der Zulauf war trotz intensiver Werbung seitens der Veranstalter leider spärlich, was jedoch bei einem ersten Versuch dieser Art nicht ungewöhnlich war. Die Organisatoren haben die Aktion im Anschluss insgesamt positiv bewertet.
Im Berichtsjahr bestätigte sich erneut, dass der Einsatz von Mitarbeitenden mit sozialarbeiterischer Fachkompetenz wichtig und richtig war. Neben dem Wiederaufbau der Häuser durfte die psychosoziale Stabilisierung der vom Hochwasserereignis im Juli 2021 betroffenen Menschen nicht aus dem Blick geraten. In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, dass die seelischen Belastungen vieler Betroffener weiterhin bestehen. Dies wurde auch auf der Fachtagung zur Psychosozialen Notfallversorgung im Kreis Euskirchen hervorgehoben.
Die Zusammenarbeit der verschiedenen Träger und Akteure im Hilfszentrum Schleidener Tal (HIZ) in Gemünd war in dieser Form einzigartig und wurde von allen Beteiligten als besonders und beispielhaft beschrieben. Der Caritasverband Eifel war bis zur Schließung des HIZ im Dezember 2025 Teil dieses Netzwerkes.
Mit der Schließung des HIZ wurde auch die intensive Begleitung im Rahmen der Fluthilfe des Caritasverbandes eingeschränkt. Die privaten Wohnhäuser sind weitgehend wiederaufgebaut, und die finanzielle Unterstützung durch Versicherungen, staatliche Wiederaufbauhilfen sowie Spenden weitgehend abgeschlossen. Dennoch wird die Fluthilfe auch 2026 noch fortgeführt.
Die beiden organisierten Treffpunkte - der Spieletreff für Senioren und Interessierte in Kall sowie der Spieletreff in Gemünd in Verbindung mit dem ökumenisch durchgeführten Seniorenclub - wurden so organisiert, dass sie auch über das Jahr 2025 hinaus ehrenamtlich weitergeführt werden können.
Das Jahr 2025 stand zudem im Zeichen wissenschaftlicher Aufarbeitungen der Flutkatastrophe. Studierende und Hochschulen wandten sich mehrfach an die Fluthilfe, um durch Fragebögen und Interviews Erkenntnisse für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu gewinnen. Unter anderem entstand eine Bachelorarbeit im Bereich Psychologie mit dem Titel "Neigung und Bereitschaft zum posttraumatischen Wachstum - Entwicklung und empirische Prüfung eines integrativen Modells sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen".
Darüber hinaus wurden im Rahmen verschiedener Masterarbeiten die individuellen Bewältigungsstrategien von Krisen sowie die Rolle der Wohlfahrtsverbände im Katastrophenschutz untersucht. Hierzu zählt auch die Arbeit "Vulnerabilität und Katastrophenhilfe im Kontext der Flutkatastrophe 2021 - Eine qualitative Forschung eines Handlungsfeldes der Sozialen Arbeit" an der Hochschule Nordhausen.
Zum Jahresende fand beim Deutschen Caritasverband in Freiburg gemeinsam mit CaritasInternational eine bundesländer- und diözesenübergreifende Auswertung der Fluthilfe statt. Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Erfahrungen sich in der Praxis bewährt haben und wie Abläufe für zukünftige Krisen vereinheitlicht werden können. Ziel war die Entwicklung gemeinsamer Standards und einheitlicher Verfahren. Damit konnten wichtige Erfahrungen aus der Fluthilfe dauerhaft für zukünftige Krisen gesichert werden. Die Themen "Nachhaltige Angebote im Sozialraum" sowie Resilienz werden auch weiterhin eine Rolle spielen.
Schleiden, im Juli 2026
(fehlende Angaben folgen)
Hauptamtliche Mitarbeitende (Stand 01.01.2026)
Davon Auszubildende:
Ehrenamtliche Mitarbeitende - 250 gesamt (Stand: 01.01.2026)
Weitere Mitarbeitende
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Muttergesellschaften
Beteiligungen
Mitgliedschaften
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